Happy Birthday Barbie – Danke für 60 Jahre unrealistisches Frauenbild

Happy Birthday! Barbie wird 60 Jahre alt, sieht keinen Tag älter als 25 aus und ist eine der erfolgreichsten Plastik-Omis überhaupt: Eine Millionen Instagram- und 14 Millionen Facebook-Fans geben ihr recht. Oder?

Was Barbie mit unserem Selbstbild im Business zu tun hat

Barbies Erfolgsrezept: Top Figur, Dauergrinsen und knappe Outfits. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass eine Übertragung von Barbies Figur auf eine echte Frau aus Fleisch und Blut eklatante gesundheitliche Folgen hätte: Atemnot, Unfruchtbarkeit und sie hätte somit quasi keine Überlebensfähigkeit. Ihre Maße wären 99-46-84 und sie wäre circa zwei Meter groß. Und dennoch war Barbie jahrzehntelang das Vorbild für viele Mädchen, die im Schnitt circa sieben Barbies zu Hause besaßen. Barbies Motto wäre deshalb wohl eher: Fake it, till you make it.

Heißt das nun für unser Business, dass auch wir uns etwas Unerreichbares vorgaukeln sollen? Sind wir nur dann erfolgreich und sichtbar, wenn wir ebenso faken? Haben wir uns auch hier unsere einstige Lieblingspuppe zum Vorbild gemacht?

Abgesehen davon, dass ich gar nicht definieren möchte, was vermeintlicher Erfolg bedeutet, finde ich es doch erschreckend, welche Maßstäbe teilweise angesetzt werden – gerade im Bereich Social Media.

Kürzlich berichtete mir eine frustrierte Klientin, sie hätte einen Anruf von einer Dame erhalten, die an einer Kooperation mit ihr interessiert wäre. Scheinbar sei die Dame gerade sehr aktiv und baue ein online Business auf, hieß es weiter. Zur Person: Meine Klientin ist sehr erfolgreich, hat tolle Kunden und aktuell keine Zeit und kein Intresse, sich eine „Social Media Karriere“ aufzubauen. Denn ihre Zielkunden sind dort nicht besonders aktiv. Und nur, um viele Klicks und Follower zu haben, wollte sie nicht Geld investieren, wenn sie gar keine Zeit für die Erstellung von Content habe. Dennoch bewertete die potentielle Kooperationspartnerin meine Klientin während des gesamten Telefonates anscheinend nur anhand ihrer wenigen YouTube Klicks. Die Frage die während des Gesprächs mitschwang war: „Bist Du überhaupt erfolgreich in dem was Du tust? Denn Deine Klicks sagen etwas anderes.“

Meine Klientin war verunsichert und stellte sich tatsächlich in Frage. Erst mit meiner Hinterfragung, wo sie sich denn kennengelernt hätten, konnte ich sie aus dem Stimmungstief holen. Sie antwortete mir, dass man sich gar nicht persönliche kenne, sondern der Kontakt über einen Social-Media-Kanal entstanden sei.

Sind die virtuellen Abdrücke immer ein Zeichen Ihres Erfolgs? Oder lohnt sich doch ein Blick hinter die Kulissen, um den Menschen, der da steht zu betrachten und zu schauen, ob er im geschäftlichen Kontext zu mir passt? Steht er für meine Werte, so dass eine Zusammenarbeit fruchtbar sein kann?

Wollen wir geblendet werden?

Bis zu einem gewissen Anteil sicherlich schon. Die Firma Matel, die Barbie erfunden hat, hat 2015 eine „Curvy Barbie“ herausgebracht. Curvy bedeutet in diesem Fall übrigens, im Sinne einer schlanken weiblichen Figur. Dies wurde zwar zunächst in den Medien gefeiert, dennoch erlebte Matel den größten Umsatzeinbruch der Geschichte. Dieser hat sicherlich vielfältige Gründe. Dennoch bleibt die Frage: Muss ich perfekt sein, um Erfolg zu haben?

Die Antwort ist nein: Oprah Winfrey, Stephen Hawkins, Steve Jobs, J.K. Rowling – sie alle sind nicht perfekt, sondern einfach nur echt.

Viele von diesen Personen hatten/haben nicht das Aussehen von Barbie oder Ken, sondern sie haben vor allem eines gemeinsam: Eine echte Geschichte, einen Weg, den sie gegangen sind. Und der war alles andere als glamourös und perfekt: Sie sind gescheitert, wieder aufgestanden und weitergegangen. Und sie haben das mit ihrem Herzen, ihrer Leidenschaft und ihrer Authentizität gemacht.

Und das ist ein wichtiger Punkt. Viele Social Media Profile suggerieren, dass es ganz einfach ist, berühmt zu werden. Aber es ist und bleibt einfach viel Arbeit, gepaart mit einem Quentchen Glück und der richtigen Zeit und dem richtigen Ort.


Happy Birthday Barbie, mit 8 Jahren warst du nach meiner Blinddarm-OP als Pfirsichblütenbarbie mein Highlight. Aber im Business schaue ich lieber weniger auf die Klicks, als auf die Echtheit der Menschen, die dort gefeiert werden. Und die haben Substanz und kippen im Stehen nicht aus dem Gleichgewicht.

Ich bleibe bei meinem Business-Motto:

Perfekt muss nicht sein. Echt ist schöner.

Überzeugend Präsentieren – 5 (nicht ganz) geheime Tricks

Ihr nächster Auftritt steht bevor. Sie sollen vor Publikum eine Präsentation halten. Dabei ist die Größe des Publikums nicht einmal entscheidend. Zumindest zunächst nicht, denn in Ihnen sind zwei Stimmen in großem Widerspruch –eine sagt: „Zeig Dich“, eine andere aber zweifelt: „Bist Du sicher genug?“.

Oft haben Sie gar keine andere Wahl. Ihre Position, Ihre Situation, vielleicht auch ihr Chef fordern, dass Sie diese Präsentation, diesen Vortrag halten, oder dieses (Kunden-) Gespräch führen müssen.

Die folgenden fünf Punkte sind für mich eine wichtige Grundlage, auf welche sie vertrauen können, um sicher aufzutreten und sich erfolgreich zu präsentieren.

1.) Bleiben Sie sie selbst

Natürlich gibt es oft Vorgaben oder einen Rahmen (zum Beispiel: Art der Veranstaltung, Kleidung, Örtlichkeit), in welchem Sie sich bewegen müssen. Dennoch ist es wichtig, dass Sie dabei Sie selbst bleiben. Ein brummeliger Bär kann auch nicht plötzlich ein schöner Schwan sein. Wenn Sie nervös sind, seien Sie mutig und thematisieren dies.

Sie sind die wichtigste Person und das wichtigste Medium in ihrem Vortrag.

Vor Kurzem hatte ich in einem Coaching den Fall, dass ein Klient als Geschäftsführer eines Finanzunternehmens fachlich überaus kompetent und sicher war, aber überhaupt kein Faible für Vorträge hatte. Nachdem wir die Inhalte geklärt hatten, suchten wir den für ihn richtigen Einstieg. Diesen fanden wir in seiner Natürlichkeit, denn er wollte den Kunden gern mitteilen, dass er sich freue, für sie zu sprechen, es dennoch im Gegensatz zu den fachlichen Themen nicht seine Leidenschaft sei, vor Publikum zu reden.

Die Rückmeldungen waren nur positiv – denn es war menschlich und er blieb bei sich selbst.

2.) Keep it simple

Sie haben 15 Minuten Zeit für Ihren Vortrag und Ihre Powerpoint-Präsentation umfasst jetzt schon 150 Slides? Rechnen Sie einmal aus. Dies bedeutet 10 Slides pro Minute, das heißt alle 6 Sekunden eine neue Seite. Daneben sollen die Zuschauer und Zuhörer die Inhalte verstehen und auch noch Ihnen folgen. Reduzieren Sie ihre Präsentation in diesem Beispiel auf maximal 10 Folien.

Sie haben auf den Slides nur Bilder? Super! Aber seien Sie wirklich ehrlich zu sich: Auf wievielen Powerpoint-Folien stehen mehr als 3 Sätze. Bedenken Sie: Sie möchten, dass die Zuhörer zuhören und zuschauen und zwar Ihnen. Sie möchten nicht, dass die Zuschauer zu sehr mit dem Lesen Ihrer Präsentation beschäftigt sind.

Überlegen Sie selbst: Wenn Sie etwas lesen, wie viel hören Sie dann noch von dem, was um Sie herum erzählt wird? Lockern Sie Ihre Präsentation lieber durch einfache Sätze, gegebenenfalls mal einen passenden Comic oder ein geeignetes Bild auf. Aber: Keep it simple.

Ein Nebeneffekt ist übrigens, dass Sie nicht ständig daran denken müssen, in der Powerpointpräsentation weiterzuklicken.

3.) Schaffen Sie ein gutes Fundament: kennen Sie ihre Inhalte

Wichtig ist, dass Sie sich gut vorbereiten. Das ist die halbe Miete. Ich ertappe mich immer wieder dabei, dass ich mich versuche, auszutricksen, bevor ich auf die Bühne gehe. Ich sage mir: „Ach das wird schon, Du hast die Texte ja selber geschrieben“. Aber das reicht leider nicht. Auch ich als Profi muss mich vorbereiten und üben, üben, üben. Denn: Wenn Sie nervös sind, unvorhergesehene Fragen kommen, die Zuhörer nicht die Reaktionen zeigen, die Sie sich erhoffen, bleiben Sie am authentischsten, wenn Sie mit ihren Inhalten vertraut sind. Falls Sie nervös sind, können Sie sicher sein, dass Ihr Kopf die Inhalte kennt.

 4.) Machen Sie sich mit Raum und technischen Voraussetzungen vertraut

Stellen Sie sich vor, Sie kommen in ein Luxushotel. Sie haben lange darauf gespart, sich diesen Urlaub leisten zu können. Sie kommen an die Rezeption und treffen auf einen Rezeptionisten, der sich mit der Technik nicht auskennt und deshalb ihre Buchung einfach nicht findet. Nachdem Sie ihre Buchungsbestätigung vorzeigen, findet er sie plötzlich doch. Schließlich soll er Sie durch das Hotel führen. Leider kann er Ihnen den Spa-Bereich, auf welchen Sie sich schon die ganze weite Anreise gefreut haben, nicht zeigen, denn seine Zugangskarte funktioniert nicht. Er hat am Morgen vergessen, sie zu aktivieren. Schließlich kommen Sie in ihr Zimmer, welches leider noch nicht fertig ist. Da er aber vergessen hat, zu überprüfen, ob ihr Zimmer bereits gereinigt ist, müssen Sie sich nun doch noch mit Wartezeit in der Lobby begnügen...

Sie fragen sich vielleicht, was dies mit Ihrer Präsentation zu tun hat? In meinen Augen sehr viel. Denn der Check der Räumlichkeiten und der technischen Voraussetzungen erspart Ihnen Unannehmlichkeiten und peinliche Situationen.

Überprüfen Sie vorher, ob alles funktioniert: Beamer, Laptop, Mikrofon, Licht. Und: Setzen Sie sich einmal auf einen Platz im Publikum, bevor dieses im Raum ist. Denn dieser Perspektivwechsel ist oft sehr hilfreich – nehmen Sie wahr, wie der Zuschauer Sie sieht.

5.) Erzählen Sie Geschichten – malen Sie verbal Bilder

Es geht nicht darum, dass Sie Märchen erzählen. Es geht darum, dass Sie mit Worten visualisieren. Natürlich ist das oft nicht einfach, wenn Ihr Vortrag „harte Fakten“ beinhaltet. Dennoch hilft es dem Zuschauer und Zuhörer oft, sich in Situationen hineinzuversetzen. Erzählen Sie von Erfahrungen, die Sie gemacht haben. Nutzen Sie „Sales-Stories“. Es gibt Experten, die es schaffen, sich Stories auszudenken, die dann als wahre Geschichten beim Zuhörer ankommen.

Ich bin, wie unter Punkt 1 beschrieben, ein Freund von Authentizität. Und manchmal macht es in der Vorbereitung sogar Spaß, sich daran zu erinnern, was Sie mit einigen Fakten verbinden. Denken Sie an die Werbung - die schafft es mit Bildern und Worten, in Erinnerung zu bleiben. Ich wette mit Ihnen, Sie denken sofort an ein bestimmtes Gericht, wenn ich nur das Wort „Blubb“ nenne.

Diese fünf Punkte nenne ich gern meine „Feuerwehr-Tipps“, die „Quick-Five“.

Natürlich gibt es noch viele weitere Kniffe und Unterstützungen, die einen Vortrag, eine Präsentation oder ein Gespräch zu einer sogar angenehmen Veranstaltung machen können. Vor allem aber gilt: eine gute Vorbereitung und (Selbst-)Reflektion sind unverzichtbar, um sich seinem Publikum wirkungsvoll und überzeugend zu präsentieren.

Wie möchtest Du wirken? – Du hast die Wahl!

Alles, was wir sind, ist das Ergebnis von dem, was wir denken.(Buddha)

Als ich diesen Spruch das erste Mal gelesen habe, war ich sofort fasziniert. Aber er machte mir auch ein wenig Angst. Ist das wirklich so? Alle Eigenschaften, die ich so habe, alle Erlebnisse? Allein darüber könnte man ewig philosophieren.

Ich möchte mit Euch aber nun einen kleinen Ausflug in einen Bereich machen, wo es definitiv zutrifft.

Als „Expertin für Ihren erfolgreichen Auftritt“ habe ich es viel mit Frauen zu tun, die sich mit dem Begriff „Selbstbewusstsein“ zwar schon sicherlich konfrontiert gefühlt haben, aber sich noch nicht so richtig in der folgenden Weise damit auseinandergesetzt haben.

Was bedeutet das eigentlich - Selbstbewusstsein?

Selbstbewusstsein = sich seiner selbst bewusst sein.

Ich habe es oft mit besonders Klientinnen zu tun, die sich ihres eigenen Selbst gar nicht bewusst sind. Ich hatte eine Dame im Coaching, die unbedingt eine Gehaltserhöhung wollte. Sie scheute dieses Gespräch mit ihrem Chef, sie wusste, es ist an der Zeit, über mehr Gehalt zu sprechen, war sich ihres eigenen Wertes aber nicht bewusst. Also bekam sie von mir die Aufgabe, eine Woche lang jede Kleinigkeit zu notieren, die sie in ihrem wohlgemerkt Teilzeitjob tat. Sie kam auf über 100 Tätigkeiten. Anschließend sollte sie sie sinnvoll clustern. Und auf einmal merkte sie, wie wertvoll und viel all das war, was sie Tag für Tag tat. Sie wurde sich dessen bewusst.

Wir vergessen das oft im Alltag. Vor allem erlauben wir es uns selten, mal zu schauen, was wir eigentlich schon alles geschafft haben und denken, dass das selbstverständlich ist. Aber es gibt einen Grund, warum wir beispielsweise auf einer Bühne stehen sollen, warum wir den Job machen, den wir machen und warum wir Menschen davon erzählen sollen, was wir tun.

Wie willst Du wirken?

Und dann bleibt aber ja noch die Frage: Wie willst Du wirken? Auch das gehört zu Deinem „Selbst-Bewusstsein“ dazu.

Dazu zählt auch, was ziehe ich an?

Aber es geht natürlich nicht nur darum, was ich anziehe, welche Schuhe ich trage, ob ich mich sicher darin fühle, sondern es geht auch um meine innere Haltung, die eng mit der äußeren Haltung zu tun hat. Lasse ich mich von meiner Angst diktieren? Sage ich mir immer wieder: „Das klappt eh nicht, das geht schief!“ oder sage ich mir „Heute rocke ich meine Bühne, mein Publikum wird begeistert sein.“ Dein Publikum kann Dein Chef, die Kollegen oder auch natürlich ein ganzes Auditorium sein.

Sei  auf jeden Fall klar mit Deiner inneren Haltung. Was möchtest Du transportieren?

Du hast die Wahl!

Die innere Haltung überträgt sich auf die äußere Haltung. Und die äußere Haltung auf die innere Haltung.

Vielleicht habt Ihr schon einmal davon gehört, was man tun kann, wenn man einen richtig schlechten Tag hat? Das Kind wollte nicht in die Kita, der Termin ist aber gleich morgens, auf dem Weg ins Büro noch schnell einen Kaffee geholt, den natürlich auf die Bluse gekleckert, der Kollege erwischt einen auf dem falschen Fuß, der Absatz bleibt im Gullideckel hängen und gleich sollst Du DIE Kundenpräsentation halten??
Schaue, was Dir und Deinem Inneren in diesem Moment gut tut.

Mir hilft grundsätzlich ein Stück Schokolade!

Vielleicht ist es ein Bild von Eurem Kind, vielleicht ist es die Erinnerung an ein tolles Wochenende, an ein Treffen mit Euren Freundinnen.

Es ist der sogenannte Subtext, so nennen wir es im Schauspiel. Die Emotion, die wir unter etwas legen. Im Idealfall eine positive Emotion, denn wie Buddha sagte:

„Alles, was wir sind, ist das Ergebnis von dem, was wir denken.“

Und falls auch da der Haken drin ist, weil das heute nicht hilft, dann:

Lächle, mindestens 60 sek. Dann kann das Gehirn gar nicht anders, als sich dann positiv zu konditionieren. Es gibt Leute, die sagen 2 min, es gibt Studien, die sagen 30 sek.

Ich sage: Lächle zumindest so lange, bis Du das Gefühl hast, die schlechte Laune ist vorbei.

Lampenfieber und nun? Wie ich meine große Angst bezwinge und einen erfolgreichen Auftritt habe!

Dein großer Auftritt steht bevor: eine Rede, eine Präsentation, das erste oder 10. Live-Video bei Facebook, eine Moderation, ein Gespräch mit dem Chef...aber Deine Füße sind gelähmt und Du kommst kaum einen Schritt vorwärts...

Der große Moment naht

Du hast Dich auf Deinen großen Auftritt gut vorbereitet. Das ist die Grundvoraussetzung. Du bist Dir sicher über alles, was Du sagen möchtest, die Technik ist gecheckt, Du hast geübt und es ist der Moment gekommen, an dem Du raustreten möchtest.

Deine Bühne wartet. Der Termin mit Deinem Chef ist gleich. Oder Du sprichst gleich vor 300 Personen. Oder vor 3 Millionen, denn man weiß nie, welche Wege die Social Medias gehen. Das Internet merkt sich auch noch alles. Kollegen auch, wenn Du eine Präsentation hältst. Sprechen Sie am nächsten Tag hinter meinem Rücken? Kann ich mich sehen lassen? Schauen eigentlich die Leute meine Facebook-Lives noch an, wenn mein erstes schief geht? Macht das Sinn, auf dieser Reise weiterzugehen? Was ist, wenn ich etwas vergesse? Wenn ich mich verhasple, wenn ich ein Salatblatt zwischen den Zähnen habe und es einfach nicht merke?

Du bist nicht allein!

Als erstes möchte ich Dir sagen: Du bist nicht allein. Ich kenne in meinem professionellen Künstlerumfeld Kolleg/innen, die sich, bevor sie auf die Bühne gehen wirklich vor Übelkeit verstecken oder noch schlimmeres durchleben müssen. Selbst große Stars wie Adele und Robbie Williams leiden unter Lampenfieber. Und auch ich bin nervös vor Auftritten.

Ich habe vor kurzem in einem Theater mein Bühnenprogramm „TYPisch FRAU?! gespielt und war auf einmal aufgeregter als sonst. Ich tigerte nervös durch die Garderobe. Es war einfach ein tolles Theater, der Zuschauerrekord war gebrochen, und ich merkte, obwohl ich meine Texte selber schreibe und meine Bühnenstücke selbst inszeniere und die Programme somit in und auswendig kenne, dass der Druck wuchs.

Atme und visualisiere

 

Mein Pianist merkte das und sagte irgendwann zu mir: „Sonja, was rätst Du immer Deine Coachees, wenn sie nervös sind?“ Richtig: Atmen. Und das tat ich dann auch. Ich atmete. Ruhig in den ganzen Körper hinein. Ich stellte mich in einen aufrechten Stand und beruhigte meine Atmung, in dem ich in einzelne Körperteile atmete, mir Wurzeln wachsen lies und mich durch die Atmung beruhigte.

Außerdem visualisierte ich. Ich stellte mir ein begeistertes Publikum vor. Ich stellte mir vor, dass sie an den richtigen Punkten lachten, dass sie an den nachdenklichen Punkten ruhig waren und dass sie am Ende eine Zugabe wünschten. Ich sah mich, wie ich glücklich und zufrieden auf der Bühne stehe und spürte in jeder Faser meines Körpers, wie sich das anfühlte.

Und wenn dann doch was schief geht?

Meine Klienten fragen dann oft: „Aber Sonja, was, wenn dann trotzdem etwas schief geht?“

Es gibt zwei Möglichkeiten: Einfach weitermachen oder es einbauen.

Ich hatte mal einen Teilnehmer in einem Workshop, der unglaublich nervös war und auch Angst hatte, dass etwas schief geht. Er war einer von 5 Personen ich auf eine große Mitarbeiterveranstaltung mit 2000 Kollegen vorbereitet habe, die sie in Doppelmoderation durchführen sollten. Doppelmoderation ist die Königsklasse im Bereich der Moderation, da man sich blind auf den Kollegen verlassen muss und sehr eingespielt sein sollte. Eine wirkliche Herausforderung für ungeübte Moderatoren. Aber der Veranstalter wollte es so.  Wir konnten somit keine festen Moderatorenteams machen, sondern mussten ein rollierendes System nutzen, da 2x3 nun mal 6 sind und wir nur 5 Moderatoren hatten.

Nun war der Moment da, in dem der sehr nervöse Teilnehmer auch noch im Radlerhosenoutfit auf die Bühne ging, weil es um einen Sportteil ging und seine Kollegin von der anderen Seite auftrat. Er sagte zu ihr: „Na Saskia, hast Du Dich in der Pause auch gut erholt?“ Und sie sagte: „Ja, danke - aber ich bin nicht Saskia, ich bin Maria“.

Es entstand ein Schockmoment. Wir hinter der Bühne hielten den Atem an und die 2000 Zuschauer im Publikum ebenfalls.

Er schaute kurz ins Publikum, schaute sie an und sagte: „Ach so.. na, dann fangen wir doch noch einmal an.“ Er ging zur Seite, hockte sich hinter das Rednerpult, stand wieder auf und ging auf seine Kollegin zu: „Und Maria, hast Du Dich in der Pause gut erholt?“

Man konnte förmlich sehen, wie die Luft im Raum stand, man konnte kurz eine Stecknadel fallen hören und nach zwei Sekunden entbrannte ein tosender Applaus.

Er hatte die Wahl

Er hatte in diesem Moment die Wahl: er hätte es einfach übergehen können und so tun, als ob nichts geschehen wäre. Es gibt Kollegen, die hätten in diesem Moment vielleicht sogar etwas beleidigt reagiert. Aber er hat sich entschieden, das ganze einzubauen. Und das wurde auch noch witzig, locker und spontan.

Ich habe ihn nach einem Jahr wiedergetroffen und er erzählte mir, dass die Kollegen ihn immer noch fragten, ob das inszeniert gewesen sei.

Du bist die Hauptfigur

Niemand weiß in dem Moment, in dem Du mit Deinem Text auf Deiner Bühne stehst, ob Du etwas vergisst, ob Du eine „Schleife drehst“, ob Du Dich spontan entscheidest, etwas dazu zunehmen, was Du vorher nicht bedacht oder sogar ausgeschlossen hast. Denn DU bist bei Deinem Vortrag die wichtigste Person auf der Bühne. Die Hauptperson in Deinem Gespräch. Der Hauptakteur in Deiner Präsentation. Der Rockstar Deiner Bühne.

Möchtest Du Tipps für Deine Standing Ovations haben. Dann melde Dich für meinen Newsletter an. Ich freue mich auf Dich!! www.sonja-gruendemann.de

Klarheit ist der Schlüssel zum Glück – Wie Sie mit Ihrem Team klarer kommunizieren

Kommunikation ist so ein Thema. Hören wir das, was der andere sagt? Sagt der andere das, was ich höre(n will)? Was denkt der andere, was er sagt und was denke ich, was er oder sie sagen will? Und dann kommt auch noch die innere Stimme dazu…na sowas…

Ich sitze in einer Fortbildung. Die Trainerin, in deren Rolle ich mich als Trainerin sehr gut einfühlen kann, verteilt eine Aufgabe. Und ich muss wieder nachfragen. Ist es das, was sie mir sagen möchte? Habe ich die Aufgabe richtig verstanden?

Ich habe vor kurzem mich wieder dabei beobachtet, wie ich kurz davor war, die Spülmaschine auszuräumen, weil mein Partner sagte: „Die Spülmaschine ist fertig.“ Hm, was möchte er mir jetzt sagen? Soll ich sie ausräumen? Ist es vielleicht eine Erinnerung für ihn selber, dass sie ausgeräumt werden muss oder sagt er mir etwa, dass es IMMER meine Aufgabe ist diese auszuräumen?

Friedemann Schulz von Thun hat es in seinem „4 Seiten einer Nachricht-Modell“ sehr schön erfasst. Es geht darum, dass jede Nachricht 4 Seiten ansprechen kann. Das Sachohr, das Beziehungsohr, das Appell-Ohr und das Selbstoffenbarungsohr. Und er geht sogar noch weiter. Es gibt vier Ohren, die das hören, aber auch vier Münder, die sprechen.

Ich verstehe nur Bahnhof, was soll das denn jetzt?

Ich habe ein kleines Spiel, welches ich gern in meinen Seminaren und Workshops mit den Teilnehmern spiele. Sie sollen sich zu dritt zusammensetzen und bekommen jeder 7 unterschiedliche Legosteine, drei gleiche Sets. So haben sie alle die gleiche Voraussetzung. Dann setzen sie sich Rücken an Rücken und eine Person baut eine kleine Figur. Wenn diese Person fertig ist, dann fängt sie an, diese Figur so zu beschreiben, dass die anderen beiden sie nachbauen können. Sie dürfen nichts abschauen und auch nicht Rückfragen stellen.

Diese Übung habe ich auch bei meinem letzten Vortrag eingebaut. Interessanterweise haben beide Personen, die gebaut haben, zwei unterschiedliche Figuren nachgebaut und keine sah so aus, wie die, die der „Erbauer“ gebaut und vermeintlich auch beschrieben hatte.

Da auf der einen Seite, der „Erbauer“ ja für beide das gleiche gesagt hatte, kam dennoch bei beiden etwas Unterschiedliches an. Und: wir reden hier nach wie vor nur über 7 Legosteine und weder über ein berufliches Thema, noch über ein privates.

Natürlich ist die Übung auch etwas gemein, denn niemand durfte nachfragen. Aber dennoch zeigt sie deutlich, dass der Sender etwas sendet und der Empfänger etwas anderes empfängt. Bei mehreren Empfängern sogar unterschiedliche Nachrichten.

Schauen wir doch nun mal in die Arbeitswelt. Sie geben Ihren Mitarbeitern eine Aufgabe. Und Sie sind der festen Überzeugung, dass sie diese Aufgabe klar und deutlich definiert haben. Am Ende des Tages kommt aber ein ganz anderes Ergebnis, als das, was Sie sich erhofft hatten. Und nun? Was soll ich denn nun machen?

Nun ja, es gibt mehrere Möglichkeiten.

Zum einen können Sie die Aufgabe am Ende noch einmal zusammenfassen und Ihren Mitarbeiter anschließend dazu auffordern, offene Fragen zu stellen. Desweiteren bitten Sie ihn, die Aufgabe noch einmal zu wiederholen mit seinen eigenen Worten. Das klingt jetzt vielleicht etwas lehrerhaft. Aber glauben sie mir, es ist eine Frage der klaren Kommunikation, auch dies abzusprechen und das kann man ja auch sehr freundlich tun.

Ich habe in meinem (Arbeits-)Leben gemerkt, dass je klarer ich auch in mir bin, desto klarer kann ich Dinge nach außen kommunizieren. Das heißt nicht, dass auch da nicht immer noch Missverständnisse entstehen können, aber dennoch werden sie so zumindest minimiert.

Und falls Sie nicht wissen, wie sie das mit ihrem Mitarbeitern einführen sollen, so eine neue Kommunikationskultur, dann kaufen Sie doch einfach mal ein paar Legosteine…dann haben Sie sogar noch Spaß dabei.

Wie sich Selbstbewusstsein auf dein Gehalt auswirkt - und wie du von beidem mehr bekommst!

Es ist an der Zeit. Seit zwei Jahren bist du nun schon in diesem Job. Deine Beurteilungen sind gut. Bei der Einstellung wurde dir gesagt „Jetzt fangen Sie erstmal in dieser Gehaltsstufe an und dann geht es aber auch schnell aufwärts“. Mittlerweile hast du auch schon mehr Verantwortung übertragen bekommen. Das hat dich gefreut. Aber so richtig ist dein Chef immer noch nicht mit einem höheren Gehalt um die Ecke gekommen. Mehrere Versuche sind schon gescheitert, überhaupt einen Termin zum Gespräch auszumachen:

„Keine Zeit, heute nicht, ab morgen hab‘ ich Urlaub, der Termin beim Vorstand, Deadlines und und und“.

Die Ausreden kennst Du schon – oft ohne, dass du gefragt hast. Und nun? Deine Frustration steigt, deine Motivation sinkt und langsam landest du in einer Frust-Abwärtsspirale.

Ich hatte einmal einen Teilnehmer in einem Seminar, der genau in dieser Situation war. Er hatte sogar mittlerweile eine Führungsposition inne, aber weder einen passenden Vertrag, noch das passende Gehalt. Wir stellten die Situation nach und begannen ab dem Moment, in dem er versuchte, einen Termin bei seinem Chef zu bekommen. Er tänzelte auf einem Fuß zur Tür, stellte sich auf die Zehenspitzen, klopfte zaghaft an… und hörte mein „Stop!“. Er war sich innerlich nicht selbst bewusst, was er da nun wollte. Na ja, einen Termin. Ja, richtig. Aber für wann? Bis wann? Wie lang sollte der Termin sein und was war der Inhalt? Und zwar der konkrete Inhalt. Nicht „Boss ich brauch mehr Geld“, sondern: Wie viel mehr Geld? Bis wann sollte der Termin stattfinden? Ab wann sollte mehr Geld auf dem Konto sein? Und hierbei gilt es einiges zu beachten:

Was ist deine Schmerzgrenze?

Es macht keinen Sinn, in ein Gespräch zu gehen, ohne für sich einen klaren Verhandlungsspielraum zu haben. Schreibe dir im Vorfeld genau auf, wie hoch dein Traumgehalt ist, was ist dein Idealgehalt und was ist deine Schmerzgrenze. Deine wirkliche Schmerzgrenze, unter welche du keinen Cent druntergehst. Was wäre dein Kompromiss? Einige Firmen bieten beispielsweise eine Stadtfahrkarte an, Unterstützung bei den Kitakosten, monatliche Benzingutscheine.

Achtung:

Du musst dich dabei nicht schlecht oder gierig fühlen, denn das sind alles Leistungen, die deine Kasse entlasten und dem Arbeitgeber sogar noch steuerliche Ersparnis bringen.

Erkundige dich, was es für Möglichkeiten gibt, falls dein Arbeitgeber sich, warum auch immer bei deiner Idealvorstellung quer stellt, aber gib nicht auf. Und erkundige dich vorher. Gehe vorbereitet ins Gespräch, gewappnet für alle Eventualitäten, aber mit deiner klaren Vorstellung.

Woher weiß ich, was ich wert bin?

Mache dir im Vorfeld erstmal eine Liste mit 100 Dingen, die du in deinem Leben bereits geleistet hast. Es dürfen sehr gern auch mehr sein, aber auf keinen Fall weniger. Ich spreche von privaten UND beruflichen Dingen. Und glaube mir, du hast schon mehr geleistet, als du denkst. Das geht los beim Seepferdchen, beim Vorsingen vor der Klasse, der Urkunde im Sport und und und. Leg einfach mal los, du wirst erstaunt sein.

Anschließend markiere dir fünf Dinge, auf die du besonders stolz bist. Und schließlich drei, die sich auf deinen Job beziehen. Das können auch Charaktereigenschaften und Werte sein, die sich herauskristallisieren. Wichtig ist, dass du dir dessen bewusstwirst und bist.

Anschließend schreibst du dir die oben genannten Gehaltsvorstellungen auf Zettel mit konkreten Zahlenangaben. Dabei hilft es auch, sich das mal in konkrete Prozentsätze umzurechnen: wieviel Prozent mehr Gehalt sind das eigentlich, die ich da fordere. Auch das erstaunt viele, denn manchmal handelt es sich um 3-5%, was eine Tarifverhandlung meist für große Konzerne mindestens fordert.

Dann lege die Zettel auf den Boden und stelle dich einmal drauf und fühle, wie sich das anfühlt. Erst, wenn du wirklich das Gefühl hast, das ist eine Zahl, mit der du dich gut fühlst oder auch ein Kompromiss, der für dich gut passt, dann gehst du damit in die Verhandlung. Und zwar legst du mit deinem Ideal los! Wenn Du mutig bist, mit Deinem Traumgehalt. Vertraue deinem (Bauch-)Gefühl und vor allem dir selbst.

Je klarer du dir selbst bist und je bewusster du dir selbst bist, desto besser.

Und gehe mit der Vorstellung und dem Bild von dir selbst in das Gespräch, wie du selbstbewusst reingehst und freudig rauskommst. Lasse keine Zweifel zu, sondern erinnere dich immer wieder daran, wie großartig du bist und was du schon geleistet hast.

Ein kleiner Warnhinweis – don’ts im Gehaltsgespräch:

ACHTUNG: Argumentiere nicht mit Fakten, die den Arbeitgeber in erster Linie nicht interessieren, wie beispielsweise „ich möchte in eine teurere Wohnung ziehen“ oder „ich möchte mir ein größeres Auto kaufen“. Im Idealfall findest du bei der Zusammenstellung Dinge, die dem Arbeitgeber einen größeren Nutzen bieten. Aber denke daran: diesen Nutzen hat der Arbeitgeber schon allein durch deine großartige Leistung!

Für Unternehmer & Selbstständige:

Dies gilt auch für dich als Unternehmer oder Selbstständiger. Und es spricht nichts dagegen, dies gegenüber seinen Kooperationspartnern und Kunden, mit denen man auch seit Jahren bereits zusammenarbeitet oder aufgrund eines „Gefallens“ mit einem geringen Tagessatz eingestiegen ist, zu kommunizieren. Glaube an Dich und Deinen Wert.

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