Klarheit ist der Schlüssel zum Glück – Wie Sie mit Ihrem Team klarer kommunizieren

Kommunikation ist so ein Thema. Hören wir das, was der andere sagt? Sagt der andere das, was ich höre(n will)? Was denkt der andere, was er sagt und was denke ich, was er oder sie sagen will? Und dann kommt auch noch die innere Stimme dazu…na sowas…

Ich sitze in einer Fortbildung. Die Trainerin, in deren Rolle ich mich als Trainerin sehr gut einfühlen kann, verteilt eine Aufgabe. Und ich muss wieder nachfragen. Ist es das, was sie mir sagen möchte? Habe ich die Aufgabe richtig verstanden?

Ich habe vor kurzem mich wieder dabei beobachtet, wie ich kurz davor war, die Spülmaschine auszuräumen, weil mein Partner sagte: „Die Spülmaschine ist fertig.“ Hm, was möchte er mir jetzt sagen? Soll ich sie ausräumen? Ist es vielleicht eine Erinnerung für ihn selber, dass sie ausgeräumt werden muss oder sagt er mir etwa, dass es IMMER meine Aufgabe ist diese auszuräumen?

Friedemann Schulz von Thun hat es in seinem „4 Seiten einer Nachricht-Modell“ sehr schön erfasst. Es geht darum, dass jede Nachricht 4 Seiten ansprechen kann. Das Sachohr, das Beziehungsohr, das Appell-Ohr und das Selbstoffenbarungsohr. Und er geht sogar noch weiter. Es gibt vier Ohren, die das hören, aber auch vier Münder, die sprechen.

Ich verstehe nur Bahnhof, was soll das denn jetzt?

Ich habe ein kleines Spiel, welches ich gern in meinen Seminaren und Workshops mit den Teilnehmern spiele. Sie sollen sich zu dritt zusammensetzen und bekommen jeder 7 unterschiedliche Legosteine, drei gleiche Sets. So haben sie alle die gleiche Voraussetzung. Dann setzen sie sich Rücken an Rücken und eine Person baut eine kleine Figur. Wenn diese Person fertig ist, dann fängt sie an, diese Figur so zu beschreiben, dass die anderen beiden sie nachbauen können. Sie dürfen nichts abschauen und auch nicht Rückfragen stellen.

Diese Übung habe ich auch bei meinem letzten Vortrag eingebaut. Interessanterweise haben beide Personen, die gebaut haben, zwei unterschiedliche Figuren nachgebaut und keine sah so aus, wie die, die der „Erbauer“ gebaut und vermeintlich auch beschrieben hatte.

Da auf der einen Seite, der „Erbauer“ ja für beide das gleiche gesagt hatte, kam dennoch bei beiden etwas Unterschiedliches an. Und: wir reden hier nach wie vor nur über 7 Legosteine und weder über ein berufliches Thema, noch über ein privates.

Natürlich ist die Übung auch etwas gemein, denn niemand durfte nachfragen. Aber dennoch zeigt sie deutlich, dass der Sender etwas sendet und der Empfänger etwas anderes empfängt. Bei mehreren Empfängern sogar unterschiedliche Nachrichten.

Schauen wir doch nun mal in die Arbeitswelt. Sie geben Ihren Mitarbeitern eine Aufgabe. Und Sie sind der festen Überzeugung, dass sie diese Aufgabe klar und deutlich definiert haben. Am Ende des Tages kommt aber ein ganz anderes Ergebnis, als das, was Sie sich erhofft hatten. Und nun? Was soll ich denn nun machen?

Nun ja, es gibt mehrere Möglichkeiten.

Zum einen können Sie die Aufgabe am Ende noch einmal zusammenfassen und Ihren Mitarbeiter anschließend dazu auffordern, offene Fragen zu stellen. Desweiteren bitten Sie ihn, die Aufgabe noch einmal zu wiederholen mit seinen eigenen Worten. Das klingt jetzt vielleicht etwas lehrerhaft. Aber glauben sie mir, es ist eine Frage der klaren Kommunikation, auch dies abzusprechen und das kann man ja auch sehr freundlich tun.

Ich habe in meinem (Arbeits-)Leben gemerkt, dass je klarer ich auch in mir bin, desto klarer kann ich Dinge nach außen kommunizieren. Das heißt nicht, dass auch da nicht immer noch Missverständnisse entstehen können, aber dennoch werden sie so zumindest minimiert.

Und falls Sie nicht wissen, wie sie das mit ihrem Mitarbeitern einführen sollen, so eine neue Kommunikationskultur, dann kaufen Sie doch einfach mal ein paar Legosteine…dann haben Sie sogar noch Spaß dabei.

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