Lampenfieber und nun? Wie ich meine große Angst bezwinge und einen erfolgreichen Auftritt habe!

Dein großer Auftritt steht bevor: eine Rede, eine Präsentation, das erste oder 10. Live-Video bei Facebook, eine Moderation, ein Gespräch mit dem Chef...aber Deine Füße sind gelähmt und Du kommst kaum einen Schritt vorwärts...

Der große Moment naht

Du hast Dich auf Deinen großen Auftritt gut vorbereitet. Das ist die Grundvoraussetzung. Du bist Dir sicher über alles, was Du sagen möchtest, die Technik ist gecheckt, Du hast geübt und es ist der Moment gekommen, an dem Du raustreten möchtest.

Deine Bühne wartet. Der Termin mit Deinem Chef ist gleich. Oder Du sprichst gleich vor 300 Personen. Oder vor 3 Millionen, denn man weiß nie, welche Wege die Social Medias gehen. Das Internet merkt sich auch noch alles. Kollegen auch, wenn Du eine Präsentation hältst. Sprechen Sie am nächsten Tag hinter meinem Rücken? Kann ich mich sehen lassen? Schauen eigentlich die Leute meine Facebook-Lives noch an, wenn mein erstes schief geht? Macht das Sinn, auf dieser Reise weiterzugehen? Was ist, wenn ich etwas vergesse? Wenn ich mich verhasple, wenn ich ein Salatblatt zwischen den Zähnen habe und es einfach nicht merke?

Du bist nicht allein!

Als erstes möchte ich Dir sagen: Du bist nicht allein. Ich kenne in meinem professionellen Künstlerumfeld Kolleg/innen, die sich, bevor sie auf die Bühne gehen wirklich vor Übelkeit verstecken oder noch schlimmeres durchleben müssen. Selbst große Stars wie Adele und Robbie Williams leiden unter Lampenfieber. Und auch ich bin nervös vor Auftritten.

Ich habe vor kurzem in einem Theater mein Bühnenprogramm „TYPisch FRAU?! gespielt und war auf einmal aufgeregter als sonst. Ich tigerte nervös durch die Garderobe. Es war einfach ein tolles Theater, der Zuschauerrekord war gebrochen, und ich merkte, obwohl ich meine Texte selber schreibe und meine Bühnenstücke selbst inszeniere und die Programme somit in und auswendig kenne, dass der Druck wuchs.

Atme und visualisiere

 

Mein Pianist merkte das und sagte irgendwann zu mir: „Sonja, was rätst Du immer Deine Coachees, wenn sie nervös sind?“ Richtig: Atmen. Und das tat ich dann auch. Ich atmete. Ruhig in den ganzen Körper hinein. Ich stellte mich in einen aufrechten Stand und beruhigte meine Atmung, in dem ich in einzelne Körperteile atmete, mir Wurzeln wachsen lies und mich durch die Atmung beruhigte.

Außerdem visualisierte ich. Ich stellte mir ein begeistertes Publikum vor. Ich stellte mir vor, dass sie an den richtigen Punkten lachten, dass sie an den nachdenklichen Punkten ruhig waren und dass sie am Ende eine Zugabe wünschten. Ich sah mich, wie ich glücklich und zufrieden auf der Bühne stehe und spürte in jeder Faser meines Körpers, wie sich das anfühlte.

Und wenn dann doch was schief geht?

Meine Klienten fragen dann oft: „Aber Sonja, was, wenn dann trotzdem etwas schief geht?“

Es gibt zwei Möglichkeiten: Einfach weitermachen oder es einbauen.

Ich hatte mal einen Teilnehmer in einem Workshop, der unglaublich nervös war und auch Angst hatte, dass etwas schief geht. Er war einer von 5 Personen ich auf eine große Mitarbeiterveranstaltung mit 2000 Kollegen vorbereitet habe, die sie in Doppelmoderation durchführen sollten. Doppelmoderation ist die Königsklasse im Bereich der Moderation, da man sich blind auf den Kollegen verlassen muss und sehr eingespielt sein sollte. Eine wirkliche Herausforderung für ungeübte Moderatoren. Aber der Veranstalter wollte es so.  Wir konnten somit keine festen Moderatorenteams machen, sondern mussten ein rollierendes System nutzen, da 2x3 nun mal 6 sind und wir nur 5 Moderatoren hatten.

Nun war der Moment da, in dem der sehr nervöse Teilnehmer auch noch im Radlerhosenoutfit auf die Bühne ging, weil es um einen Sportteil ging und seine Kollegin von der anderen Seite auftrat. Er sagte zu ihr: „Na Saskia, hast Du Dich in der Pause auch gut erholt?“ Und sie sagte: „Ja, danke - aber ich bin nicht Saskia, ich bin Maria“.

Es entstand ein Schockmoment. Wir hinter der Bühne hielten den Atem an und die 2000 Zuschauer im Publikum ebenfalls.

Er schaute kurz ins Publikum, schaute sie an und sagte: „Ach so.. na, dann fangen wir doch noch einmal an.“ Er ging zur Seite, hockte sich hinter das Rednerpult, stand wieder auf und ging auf seine Kollegin zu: „Und Maria, hast Du Dich in der Pause gut erholt?“

Man konnte förmlich sehen, wie die Luft im Raum stand, man konnte kurz eine Stecknadel fallen hören und nach zwei Sekunden entbrannte ein tosender Applaus.

Er hatte die Wahl

Er hatte in diesem Moment die Wahl: er hätte es einfach übergehen können und so tun, als ob nichts geschehen wäre. Es gibt Kollegen, die hätten in diesem Moment vielleicht sogar etwas beleidigt reagiert. Aber er hat sich entschieden, das ganze einzubauen. Und das wurde auch noch witzig, locker und spontan.

Ich habe ihn nach einem Jahr wiedergetroffen und er erzählte mir, dass die Kollegen ihn immer noch fragten, ob das inszeniert gewesen sei.

Du bist die Hauptfigur

Niemand weiß in dem Moment, in dem Du mit Deinem Text auf Deiner Bühne stehst, ob Du etwas vergisst, ob Du eine „Schleife drehst“, ob Du Dich spontan entscheidest, etwas dazu zunehmen, was Du vorher nicht bedacht oder sogar ausgeschlossen hast. Denn DU bist bei Deinem Vortrag die wichtigste Person auf der Bühne. Die Hauptperson in Deinem Gespräch. Der Hauptakteur in Deiner Präsentation. Der Rockstar Deiner Bühne.

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